Qualifikationsnachweis

Qualifikationsnachweise

Neben den Arbeitszeugnissen spielen diverse Nachweise eine große Rolle bei der Stellensuche. Die meisten Menschen erlangen in ihrem Leben verschiedene Nachweise über Aus- und Weiterbildungen, Tätigkeitsnachweise, Praktikumsnachweise und ähnliches. Natürlich gehören nicht alle in eine Bewerbungsmappe.


Beschränken Sie sich bei der Jobsuche auf jene Nachweise, die für die ausgeschriebene Stelle relevant sind. Personalverantwortliche finden es sehr anstrengend, sich durch – für sie – sinnlose Unterlagen wühlen zu müssen. Bitte beachten Sie außerdem:

 

  • Die Originale sämtlicher Nachweise bleiben stets bei Ihnen. Versenden Sie ausschließlich Kopien.
  • Achten Sie auf eine sehr gute Qualität der Kopien
  • Scannen Sie die Nachweise für den digitalen Versand ein, speichern Sie diese mit einer klaren Bezeichnung ab, zum Beispiel: «Zertifikat Lacke und Anstrichtechniken».
  • Fassen Sie für den Versand per Mail Ihre Nachweise in einem PDF Dokument zusammen.
     

Aus- und Weiterbildungsnachweise

Berufsanfänger verfügen natürlich noch nicht über viele Nachweise, weshalb alle Weiterbildungsnachweise für die Bewerbungsunterlagen kopiert oder eingescannt werden sollten. Je länger Sie im Berufsleben stehen, desto vielfältiger werden auch die Zertifikate, welche Sie vorzuweisen haben. Hier gilt es, die wichtigsten auszusuchen. Für die Stellensuche sind die anspruchsvollsten und aktuellsten Weiterbildungsnachweise interessant. Haben Sie einen mehrteiligen Kurs belegt, für den es nach jedem Modul einen Nachweis gab, legen Sie lediglich das Abschlusszertifikat bei.


Wichtig: Auch, wenn Sie stolz darauf sind, Nachweise, die nicht mehr aktuell sind, sollten Sie weglassen.
 

Tätigkeitsnachweise

Es kann immer wieder vorkommen, dass zwischen zwei Festanstellungen ein befristeter Aushilfsjob angenommen wird. Dauert dieser mindestens drei Monate, ist vor allem bei sehr jungen Berufsleuten ein Tätigkeitsnachweis sinnvoll: Er belegt, dass diese Zeit genutzt wurde, um Berufserfahrungen zu sammeln. Ältere Arbeitnehmer sollten Tätigkeitsnachweise nicht mit den Bewerbungsunterlagen versenden, da das Dossier sonst zu umfangreich wird. Selbstverständlich müssen die Nachweise daheim aufbewahrt und auf Wunsch unverzüglich nachgereicht werden.
 

Praktikumsnachweise

Berufsanfänger zeigen mit einem Praktikumsnachweis, welche Berufserfahrungen sie bereits sammeln konnten. Stehen Sie schon länger im Berufsleben, spielen diese für Ihre Bewerbung normalerweise keine Rolle.


Ausnahme: Haben Sie sich in einem Praktikum neue Qualifikationen angeeignet, die aus den bisherigen Arbeitszeugnissen nicht hervorgehen, senden Sie den Praktikumsnachweis mit.
 

Gehören Schulzeugnisse in die Bewerbungsmappe?

Jüngeren Arbeitnehmern wird allgemein empfohlen, das Schulzeugnis des höchsten allgemeinbildenden Abschlusses mit den Bewerbungsunterlagen mitzusenden. Liegt die Schulzeit schon einige Jahrzehnte zurück, spielt das Schulzeugnis bei der Stellenbewerbung keine Rolle mehr. Dann ist der Nachweis über die Berufsausbildung, also der Gesellenbrief, relevant.
 

Referenzen

Auch mündliche Referenzen sind Nachweise, die von vielen Personalverantwortlichen gewünscht werden. Machen Sie sich also rechtzeitig Gedanken darum, wen Sie für Referenzen als Ansprechpartner angeben möchten. Das kann der ehemalige Lehrer sein oder der Chef, wichtig ist nur, dass betreffendes Schul- oder Arbeitsverhältnis in der Regel nicht länger als maximal 5 Jahre zurückliegen darf.


Wichtig: Informieren Sie den Referenzgeber rechtzeitig und holen Sie sein Einverständnis. Es macht keinen guten Eindruck, wenn ein Personaler anruft und die Person sich womöglich im ersten Moment nicht mal an Sie erinnern kann.


Wählen Sie aus all Ihren Nachweisen wirklich nur die wichtigsten aus. Eine Kopie Ihres Führerscheins beispielsweise gehört selbst dann nicht in die Bewerbungsunterlagen, wenn im Inserat ein Führerschein ausdrücklich verlangt wird. Unübersichtliche Bewerbungsmappen oder Mails mit Dutzenden Qualifikationsnachweisen können ein Ausschlusskriterium sein!