So bewerben Sie sich erfolgreich auf Handwerkerstellen

Arbeitgeber, die eine freie Handwerkerstelle ausschreiben, erhalten Dutzende Bewerbungen. Viele werden gleich aussortiert, andere kommen in die engere Wahl. Es kommt dabei auf den Gesamteindruck und den Inhalt der Bewerbungsmappe an. Wir geben Ihnen Tipps, wie Sie punkten können und die Chancen auf ein Vorstellungsgespräch deutlich erhöhen.

 

Erstellen Sie eine individuelle Bewerbung

Stimmen Sie jedes Anschreiben individuell auf die jeweilige Stelle und das Unternehmen ab. Natürlich erfordert das mehr Zeit. Diese ist aber gut investiert, schließlich möchten Sie sich von der Masse der Mitbewerber abheben. Setzen Sie sich mit der Stellenbeschreibung auseinander und informieren Sie sich, sofern vorhanden, auf der Firmenwebseite über den Arbeitgeber.

 

Mit den nötigen Informationen fällt es Ihnen leichter, das Anschreiben so zu verfassen, dass es sofort auf Interesse stößt. Während Sie nun schon einiges über den potentiellen Arbeitgeber in Erfahrung bringen konnten, weiß dieser über Sie noch gar nichts. Und genau das soll sich nun ändern!

 

Was interessiert den Arbeitgeber bezügliche Bewerbungen auf Handwerkerstellen wirklich?

Zwar lassen sich viele Bewerbungsratgeber im Buchhandel und im Internet zu finden, aber diese sind meistens allgemein gehalten. Fakt ist, dass ein Personalverantwortlicher bei der Durchsicht der Bewerbungen im Handwerksbereich pragmatischer vorgehen wird, als beispielsweise bei der Suche nach einer Sekretärin. Der Inhalt einer Bewerbung ist zwar weitestgehend bei allen Jobs gleich, einige Punkte sind für Sie als stellensuchender Handwerker aber besonders wichtig:

 

  • Erwähnen Sie Ihre Qualifikationen im Handwerk, heben Sie vor allem jene hervor, die im Stelleninserat ausdrücklich gefordert werden.

 

  • Fassen Sie sich kurz, das heißt: Auch wenn Sie verschiedene Ausbildungen und Fähigkeiten haben, gehören in das Motivationsschreiben nur die, die für die Stelle relevant sind. Sie möchten erreichen, dass der Arbeitgeber Sie als Kandidat in die engere Wahl nimmt. Ist dies der Fall, wird er aus Ihren Arbeitszeugnissen und Nachweisen erfahren, welche Ausbildungen und Kenntnisse Sie außer den unbedingt erwünschten sonst noch mitbringen.

 

  • Heben Sie Ihre Stärken hervor und lassen Sie Schwächen weg. Negatives und schlechte Erfahrungen gehören nicht in ein Bewerbungsschreiben!

 

Die (digitale) Bewerbungsmappe

Möchten Sie sich auf dem Postweg für einen Job als Handwerker bewerben, können Sie sich im Schreibenwarengeschäft sog. Bewerbungsmappe aus Karton kaufen. Hierfür sollten Sie dezente Farben wählen. Ein Tipp: Sie können die Bewerbungsmappe farblich auch auf das Corporate Identity des Betriebes abstimmen und sich so von den Mitbewerbern für die Stellenausschreibung abheben.

 

Eine andere Möglichkeit ist, die Bewerbungsunterlagen auf guten Papier (eventuell etwas dickerem Papier mit 90 g/m² oder 100 g/m²) im Copyshop auszudrucken und Fotokopien der Zeugnisse auf dem gleichen Papier zu erstellen. Dann können Sie alle Unterlagen im Copyshop mit einer Metall-Spiralbindung und einer Klarsichtfolie binden lassen. Das sieht immer professionell aus und der Personalverantwortliche sieht sofort, von wem die Bewerbung stammt und um welche Position es geht.

 

  • Ein Deckblatt mit Ihrem Namen und gern auch dem Firmennamen des künftigen Wunsch-Arbeitgebers. Das Deckblatt (im Englischen oft "Cover sheet" genannt) kann Ihr Kurzprofil und ein Foto beiinhalten und soll Interesse wecken. Es ist zwar kein Muss, macht aber einen guten und engagierten Eindruck bei dem neuen Arbeitgeber.

 

  • Das Motivationsschreiben (oft auch nur "Anschreiben" genannt), wie oben erwähnt mit Fokus auf den neuen Stellen, warum Sie dort arbeiten wollen und wie Sie dem Handwerksbetrieb nützlich sein werden.

 

  • Ein aktueller Lebenslauf ist für Arbeitgeber mindestens so wichtig, wie das Anschreiben. Lesen Sie deshalb unbedingt auch unsere Tipps für die erfolgreiche Erstellung eines Lebenslaufes! Wichtig: Der Lebenslauf soll unbedingt ein Datum und eine Unterschrift haben und das Datum soll demjenigen auf Ihrem Anschreiben entsprechen!

 

  • Arbeitszeugnisse und Nachweise über Ihre Qualifikationen im Handwerk, vor allem bei älteren Arbeitnehmer unbedingt chronologisch absteigend sortiert. Das bedeutet: Aktuellste Zeugnisse zuerst, die älteren Nachweise an das Ende.