Ablauf einer Bewerbung

Bevor Sie aktiv auf Stellensuche gehen, sollten Sie sich bewusst machen wie eigentlich der Ablauf einer Bewerbung ist. So wird es Ihnen leichter fallen, das Bewerbungsprozedere erfolgreich zu bewältigen. Die Jobsuche beginnt an Ihrem Schreibtisch und endet im idealfall mit einer Vertragsunterzeichung. Bis es aber so weit ist, werdern sich verschiedene Menschen mit Ihrer Stellenbewerbung befassen.

 

Wir haben die wichtigsten Punkte des Bewerbungsablaufes zusammengefasst und geben Ihnen nützliche Tipps

 

Bewerben - wie und wo

Es wäre so einfach, könnten Sie sich hinsetzen und einem potentiellen Arbeitgeber einfach schnell eine E-Mail schicken. Wenn man bedenkt, dass Sie je nach Jobangebot dutzende, wenn nicht gar hunderte Mitbewerber haben, ist natürlich klar: Einen Job zu finden ist ein Stück Arbeit!

 

  • Zuerst einmal gilt es die richtigen Bewerbungsunterlagen zusammenzustellen, um diese mit dem Bewerbungsschreiben über das Onlineformular absenden zu können.
  • Dann müssen Sie natürlich passende Stellenangebote finden. Der nächste Schritt ist also Stellenausschreibungen zu lesen und passende Firmen für eventuelle Spontanbewerbungen zu finden und schließlich auch das eigene Netzwerk zu nutzen.
  • Nehmen Sie sich ausreichend Zeit und erstellen Sie für jede Stellenbewerbung ein individuelles Motivationsschreiben. Darin gehen Sie jeweils auf die gewünschten Anforderungen ein und beziehen sich auf das Stellenangebot.

 

Ein Tipp: Achten Sie darauf, dass Ihre Bewerbung fehlerfrei ist. Es gibt verschiedene Programme, mit denen Sie online kostenlos den Text auf Rechtschreib- und Gramatikfehler überprüfen können. Empfehlenswert sind beispielsweise duden.de oder languagetool.org/de/.

 

Neben dem Anschreiben benötigt der Arbeitgeber, als PDF-Datei zusammengefasst, einen lückenlosen Lebenslauf, sowie Ihre Arbeitszeugnisse und weitere, für die gewünschte Stelle relevante Nachweise. Wenn Sie alle Unterlagen parat haben, senden Sie diese ab. Manchmal bekommen Sie sofort eine automatische Bestätigung, dass Ihre Stellenbewerbung eingegangen ist. Ist dies nicht der Fall, wird Ihnen der Eingang normalerweise in den nächsten Tagen bestätigt.

 

Der weitere Ablauf einer Bewerbung

Die zuständige Person der Firma trifft eine Vorauswahl: Je nachdem, ob Sie sich in einem größeren Unternehmen oder in einem kleinen, familiären Handwerksbetrieb beworben haben, landet die Bewerbung in der Personalabteilund oder bei der Sekretärin. Eine professionelle, fehlerfreie und sympathische Bewerbung hat beste Chancen, in die engere Wahl zu kommen. Ist die Personalabteilung der Meinung, dass Sie ein geeigneter Kandidat sind, leitet sie Ihre Bewerbungsunterlagen an den entsprechenden Abteilungsleiter weiter. Dieser entscheidet nun, wenn er zu einem persönlichen Gespräch einladen möchte. In einem kleineren Betrieb trifft meist die Sekretärin die Vorwahl, der Chef bekommt nur die wirklich passenden Bewerbungen zu sehen. Es kann Tage, wenn nicht gar Wochen dauern, bis Sie ein Feedback erhalten.

 

Was Sie jetzt tun können, damit Ihre Chance auf ein Vorstellungsgespräch steigt:

Rufen Sie nach etwa zwei Wochen (nicht früher) das Personalbüro oder das Sekretariat des Unternehmens an und signalisieren nochmal Ihr großes Interesse an genau dieser Stelle und dieser Firma. Seien Sie dabei ganz natürlich und freundlich. Nervös sein ist erlaubt und menschlich und wirkt sympathischer als auswendig gelernte Sätze oder Anbiedern. Vermeiden Sie unbedingt fordernd, vorwurfsvoll oder verzweifelt zu klingen! Bei einer Online-Bewerbung können Sie natürlich auch schriftlich nachfassen.

 

Die Einladung zum Vorstellungsgespräch

Während Ihrer Stellensuche sollten Sie telefonisch immer erreichbar sein! Die meisten Firmen laden per Telefon zum Vorstellungsgespräch ein.

 

Wichtig: Können Sie einen Anruf gerade nicht entgegennehmen, vergewissern Sie sich, dass sich Ihre Mailbox mit einer seriösen Ansage meldet!

 

Notieren Sie sich Ort, Termin und Name der Person, welche Sie zum Jobinterwiev treffen werden.Selbst wenn Sie sonst ein Elefantengedächtnis haben, werden solche wichtigen Angaben vor Nervosität oder in der Vorfreude leicht vergessen.

 

Das Vorstellungsgespräch

Sie können sich auf vieles, aber nicht auf alles vorbereiten. Damit Sie bei den Personalverantwortlichen oder Ihrem künftigen Chef positiv auffallen, beachten Sie folgende Punkte:

 

  • Sammeln Sie vor dem Gespräch Informationen über die Firma und bereiten Sie sich auf künftige Fragen vor.

 

  • Fahren Sie die Strecke ein paar Tage vorher schon einmal ab, so kennen Sie an Ihrem wichtigen Tag den Weg, finden die Firma auf Anhieb und können die benötigte Zeit einschätzen. Keines Falls dürfen Sie zu spät kommen! Sollte doch etwas, das nicht in Ihrer Macht steht, die Anreise verzögern, rufen Sie sofort an.

 

  • Achten Sie auf Ihr Outfit: Niemand erwartet von einem Handwerker, dass er in Anzug und Krawatte zum Vorstellungsgespräch erscheint. Gepflegte Schuhe, eine gut sitzende, nicht zu verwaschene Jeans, ein gebügeltes Hemd und ein Jackett genügen.

 

  • Ein fester Händedruck, Blickkontakt, sowie Ihre Körperhaltung sagen viel über Sie aus.

 

  • Wenn Sie unsicher sind, üben Sie vorher mit einer guten Freundin (Frauen bemerken all diese Dinge meistens besser als Ihr bester Kumpel) und holen Sie sich ehrliches Feedback. 

 

Das weitere Vorgehen nach dem Vorstellungsgespräch

Nun heißt es abwarten. Manche Firmen laden zu einem zweiten Gespräch oder zu einem Eignungstest ein. Eventuell wird ein Probetag vereinbart. Danach müssen Sie sich in Geduld üben. Spätestens nach zwei Wochen werden Sie entweder eine schriftliche oder telefonische Zusage erhalten und einen Vertrag abschließen können. Natürlich müssen Sie immer auch mit einer Absage rechnen.

 

Nutzen Sie die Wartezeit für weitere Bewerbungen, um ausreichend Alternativen zu haben, wenn es dieses Mal nicht geklappt haben sollte.