Das Deckblatt

Ob ein Deckblatt für die Bewerbungsunterlagen notwendig ist oder nicht, darüber gehen die Meinungen auseinander. Klar strukturiert und mit den wichtigsten Informationen versehen, ist es auf jeden Fall in Pluspunkt.

 

Welche Funktion hat ein Deckblatt?

Personalbüros erhalten nach einer Stellenausschreibung Dutzende, wenn nicht gar Hunderte, Bewerbungen. Fakt ist: Sie werden nicht jede einzelne detailliert ansehen. Unvollständige und unstrukturierte Bewerbungsdossiers landen schnell auf dem Stapel «Absagen». Mit den restlichen verfährt jeder Personalchef etwas anders: Manche lesen das Motivationsschreiben und entscheiden dann, ob sich ein Blick in den Lebenslauf lohnt. Anderes überfliegen zuerst den Lebenslauf. Hier gilt es, in so wenig Zeit wie möglich einen ersten Eindruck zu bekommen, ob der Bewerber für die zu besetzende Stelle in Frage kommt. Wer dabei überzeugt und im Rennen bleibt, hat gute Karten! Wer nicht, muss ebenfalls sofort mit einer Absage rechnen.

 

Mit einem Deckblatt geben Sie dem Personalverantwortlichen in Kurzform die wichtigsten Informationen über Ihre Person und Ihre Fähigkeiten in die Hand und steigern so Ihre Chance!

 

Die Gestaltung des Deckblattes

Sie können sich im Internet unzählige Beispiele ansehen und sich inspirieren lassen. Letztendlich sollte Sie Ihr Deckblatt aber individuell gestalten. Falls Sie sehr untalentiert darin sind, lassen Sie sich helfen. Bestimmt findet sich jemand in Ihrem Bekanntenkreis der oder die spielend leicht mit dem Computer umzugehen weiß. Es gibt keine Richtlinien, die Sie unbedingt bei der Gestaltung des Deckblattes einhalten müssen. Aber einige Tipps sollten Sie trotzdem beherzigen:

 

  • Sie dürfen kreativ sein, aber bitte dabei nicht übertreiben.
  • Wählen Sie eine gut lesbare Schrift.
  • Bei der farblichen Gestaltung können Sie sich am Corporate Identity, also am öffentlichen Auftritt des Unternehmens orientieren. So realisiert der Personalverantwortliche sofort, dass Sie sich mit der Firma auseinandergesetzt haben.
  • Ein Foto kann, aber muss nicht aufs Deckblatt. Wir empfehlen Ihnen, ein sympathisches, von einem professionellen Fotografen erstelltes, Bild zu verwenden.
  • Verzierungen und sonstige Bilder gehören weder auf das Deckblatt noch sonst irgendwo in Ihr Bewerbungsdossier, bzw. sollten auf dem Deckblatt sehr sparsam und nur dann, wenn sie einen Bezug zu dem ausgeschriebenen Job haben, verwendet werden.

 

Welche Angaben sollten auf dem Deckblatt stehen?

Das Deckblatt ist der einzige Bestandteil einer Bewerbung, bei dem Sie komplett frei sind, sowohl was die Gestaltung, als auch den Inhalt betrifft. Nehmen Sie sich Zeit, um festzulegen, wie Ihr Deckblatt aussehen soll. Folgende Ideen und Vorschläge sollen Sie dabei unterstützen:

 

Das Deckblatt als Inhaltsverzeichnis

 

  • Diese Möglichkeit ist vor allem bei älteren Arbeitgebern sinnvoll, deren Bewerbungsmappe mehr als 10 Seiten enthält. Nutzen Sie das Deckblatt, um den Inhalt übersichtlich darzustellen. Persönliche Daten und ein Foto lassen Sie in dem Fall weg und verwenden lediglich eine Überschrift, wie beispielsweise «Bewerbungsunterlagen von Herrn XY als Zimmermann in Firma YZ» Unterschätzen Sie die Wirkung Ihres Fotos nicht! Dabei geht es nicht darum, ob sie eine ausgesprochene Schönheit oder eher unscheinbar sind: Ihr Foto ist ein äußerst wichtiger Sympathieträger!

 

Wichtig: Tabu sind Familienfotos, Urlaubsbilder, Selfies oder ähnliche private Aufnahmen. Mit einem professionellen Bewerbungsfoto können Sie punkten. Also sparen Sie sich bitte nicht den Gang zum Fotografen!

 

Auch wenn das Deckblatt nicht obligatorisch ist, empfehlen wir Ihnen, vor allem Bewerbungsmappen, welche Sie per Post schicken, eines beizulegen!