Das Anschreiben

Mit dem Anschreiben können Sie ganz viel richtig machen – leider aber ebenso vieles auch falsch. Während Sie Ihren Lebenslauf nur einmal schreiben müssen, wird der Bewerbungsbrief für jede Stellenbewerbung neu geschrieben. Nehmen Sie sich ausreichend Zeit dafür! Erstellen Sie sich kein Muster, welches Sie in diverse Bewerbungen kopieren. Sie würden sich damit jegliche Chancen auf den ausgeschriebenen Job verbauen!

 

Jedes Anschreiben sollte auf das jeweilige Unternehmen und die Stellenbeschreibung abgestimmt und individuell erstellt werden.

 

Das Anschreiben - Wie sollte es aussehen?

Sie sind Handwerker und kein kaufmännischer Angestellter. Deshalb wird niemand von Ihnen verlangen, dass Sie wissen, wie viele Millimeter welcher Rand breit sein darf oder wie gross die ideale Schrift. Trotzdem gilt es ein paar wesentliche Regeln einzuhalten:

 

  • Verfassen Sie das Anschreiben am PC, es sei denn, Sie bewerben sich zum Beispiel als Maler im künstlerischen Bereich und haben eine auffallend schöne Handschrift. Üblich ist heute das Schreiben mit der Tastatur und das Ausdrucken auf weißem Papier. Bitte keine handschriftlichen Bewerbungen auf kariertem Papier verschicken: So würden Sie zwar garantiert aus der Masse der Mitbewerber herausstechen, allerdings leider gar nicht positiv.
  • Auch, wenn Ihr Schreibprogramm viele tolle Schriften zur Auswahl hat, wählen Sie eine geläufige, die gut lesbar ist.
  • Gängige Schriftarten für Geschäftskorrespondenz sind Arial und Helvetica, 11 Punkt oder Times New Roman 12 Punkt.
  • Das Anschreiben darf maximal eine Seite lang sein. Gehen Sie auf alle Anforderungen ein, aber beschränken Sie sich auf das Wesentliche.
  • Schreiben Sie niemals Negatives, weder über Ihre letzten Arbeitgeber, noch über Krankheiten oder familiäre Situationen.
  • Bewerbungsbriefe werden im Fließtext verfasst. Zur besseren Lesbarkeit gliedern Sie diesen sinnvoll mit Absätzen und Leerzeilen.
  • Achten Sie auf eine perfekte Rechtschreibung. Es gibt verschiedene Programme, mit denen Sie Ihr Schreiben online gratis überprüfen können.

 

Was unbedingt in ein Anschreiben gehört

Ihre Kontaktdaten, also Name, Adresse und Telefonnummer, dürfen keinesfalls fehlen. Normalerweise werden diese im Briefkopf angegeben. Registrieren Sie unbedingt eine seriöse Mailadresse, die aus Ihren Namen und Vornamen besteht. Gratis Mailanbieter sind zum Beispiel gmx.de oder web.de.

 

Versuchen Sie, die unpersönliche Anrede «Sehr geehrte Damen und Herren» zu vermeiden und sprechen Sie die Empfängerin oder den Empfänger mit Namen an. Meistens steht die Ansprechperson im Inserat. Fehlt sie hier, versuchen Sie über die Firmenwebseite den Namen herauszufinden. Natürlich können Sie auch in der Zentrale oder im Sekretariat anrufen und fragen, an wen Sie Ihre Bewerbung richten dürfen.

 

Das Wichtigste ist freilich der Inhalt Ihres Schreibens. Hier müssen Sie überzeugend sein. Behalten Sie beim Schreiben stets das Anforderungsprofil im Auge und gehen Sie darauf ein. Das Anschreiben dient vor allem dazu, dem Arbeitgeber zu vermitteln, dass Sie über die nötigen Anforderungen und Qualifikationen, die im Stelleninserat gewünscht werden, mitbringen. Sind Sie dabei ruhig Selbstbewusst, aber übertreiben Sie nicht: sachlich, glaubwürdig und sympathisch geschriebene Bewerbungen haben gute Chancen, nicht sofort aussortiert zu werden.

 

Am besten halten Sie sich an folgende Checkliste, um Ihr Anschreiben mit dem optimalen Inhalt zu versehen:

 

  • Beziehen Sie sich auf das Stellenangebot
  • Wecken Sie das Interesse des Lesers
  • Stellen Sie sich kurz vor, allerdings nur so weit, wie das für das jeweilige Jobangebot relevant ist
  •  Gehen Sie auf die im Inserat gewünschten Fähigkeiten ein (Natürlich bringen Sie diese mit, vielleicht lässt sich die eine oder andere sogar mit einem Beispiel untermauern?)
  • Flexibilität zeigen: Würden Sie für diese Stelle umziehen? Wann könnten Sie den neuen Job antreten?
  • Bedanken Sie sich, dass er/sie sich die Zeit genommen hat, Ihre Bewerbungsunterlagen zu lesen. Erwähnen Sie, dass Sie sich auf eine Einladung zu einem persönlichen Gespräch freuen.
  • Grußformel

 

Die Intiativbewerbung

Wenn Sie sich für eine Initiativbewerbung entscheiden, können Sie sich natürlich nicht auf ein Jobinserat beziehen. In diesem Fall erklären Sie, warum Sie in diesem Unternehmen arbeiten möchten, was Sie zu bieten haben und was Ihr Interesse geweckt hat.

 

Ideen für die Einleitung und den Abschluss Ihres Anschreibens finden Sie hier