Dachsanierung - Ihre Fördermöglichkeiten im Überblick

Förderung Dachsanierung – Ihre Möglichkeiten im Überblick

Muss das Dach saniert werden, fallen hohe Kosten an. Die meisten Hauseigentümer können allerdings eine stattliche Förderung für Dachsanierungen in Anspruch nehmen. Dadurch erweist sich eine solche Sanierungsmaßnahme schon deutlich interessanter. Ganz nebenbei lassen sich durch ein neues Dach Heizkosten sparen und der Wert der Immobilie erhöht sich. Doch alles der Reihe nach. Zunächst möchten Sie wahrscheinlich in Erfahrung bringen, welche Förderungen es für eine Dachsanierung 2021 gibt. Deshalb gibt es nachfolgend Hinweise zur Beratung & Förderung.

Staatliche Förderung bei Dachsanierungen 2021

In Deutschland stehen zwei verschiedene Förderprogramme für die Sanierung eines Daches zur Verfügung. Das ist einerseits die BAFA, bei der es sich um die Bundesanstalt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle handelt. Diese bietet seit dem Jahr 2021 ein Förderprogramm mit der Bezeichnung Bundesförderung für effiziente Gebäude an. Diese Fördermöglichkeit ist unter der Abkürzung BEG bekannt. Sie umfasst sämtliche Maßnahmen, die zur Einsparung von Energie führen. Dazu gehören unter anderem:

  • Förderung Dachdämmung
  • Dämmung anderer Gebäudeteile
  • Erneuerung der Heizung

KfW Förderung Dach

Die zweite Möglichkeit, eine Förderung für die Dachsanierung zu bekommen, bietet die Kreditanstalt für Wiederaufbau. Diese ist den meisten Menschen eher als KfW ein Begriff. Sie bietet die beiden Förderprogramme KfW 151 sowie KfW 152 an. Es werden keine direkten Zuschüsse bezahlt. Die KfW stellt zinsgünstige Kredite zur Verfügung. Deshalb eignen sich diese Fördermaßnahmen insbesondere für alle Hausbesitzer, die ohnehin einen Kredit für die Dachsanierung aufnehmen möchten. Da die verschiedenen Programme nur schwer durchschaubar sind, ist es empfehlenswert, die Beratung & Förderung in Anspruch zu nehmen.

Dachsanierung-Förderungen: Wichtige Hinweise

Grundsätzlich ist es nicht möglich, rückwirkend Förderanträge zu stellen. Sofern Sie für Ihre geplante Dachsanierung staatliche Fördergelder beantragen möchten, sollten Sie die Anträge noch vor der konkreten Planung stellen. Werden schon irgendwelche nähere Planungen getroffen oder Aufträge erteilt, bevor eine Entscheidung über eine mögliche Förderung getroffen wurde, dann wird jeder Antrag ohne nähere Prüfung abgelehnt.

Deshalb ist es so wichtig, zuerst, Förderanträge zu stellen. Damit sind jedoch die meisten Laien völlig überfordert. Wie auch in vielen anderen Bereichen wird es den Antragstellern sehr schwer gemacht. Zunächst geht es darum, ein geeignetes Förderprogramm für die geplante Maßnahme zu finden. Mitunter sind die Förderprogramme sehr speziell. Deshalb ist es nicht immer so ganz eindeutig, welches Programm sich am besten eignet. Nur durch eine kompetente Beratung & Förderung kann der Bauherr die optimale staatliche Förderung erhalten.

Ein wesentlicher Aspekt bei allen Programmen dieser Art ist, dass die geplanten Sanierungen zur Energieeinsparung beitragen müssen. Im Falle einer Dachsanierung muss daher unbedingt eine Dämmung mit einbezogen werden. Um Fördermittel zu erhalten, spielt die Dämmung eine wichtigere Rolle als das neue Dach. Ein entscheidender Faktor für die Förderfähigkeit ist, dass der U-Wert nach der Sanierung bei höchstens 0,14 W/(m²K) liegt. Mit diesem Wert kann nicht jeder etwas anfangen. Deshalb ist eine Erklärung angesagt.

Was bedeutet der U-Wert?

In den Förderprogrammen ist immer wieder von den sogenannten U-Werten die Rede. Bei diesem Wert handelt es sich um den Wärmedurchgangskoeffizienten. Es geht darum, wie viel Wärme durch ein Gebäudeteil ins Freie gelangen kann. Zudem besagt der U-Wert, welche Menge an Wärmeenergie erforderlich ist, um den Wärmeverlust auszugleichen. Am besten lässt es sich an einem Beispiel erklären:

Der oben genannte U-Wert von 0,14 W/(m²K) bedeutet, dass eine Heizleistung von 0,14 Watt pro Quadratmeter Dachfläche erforderlich ist, um einen Temperaturunterschied von 1,0 Grad Celsius auszugleichen. Wenn es draußen exakt 1,0 Grad Celsius kälter ist als im Haus, dann würde bei einem 100 Quadratmeter großen Dach eine Wärmeenergie von 14 Watt erforderlich, um den Temperaturunterschied auszugleichen. Beträgt der Unterschied zwischen innen und außen jedoch 20 Grad Celsius, dann würde eine Wärmeenergie von 280 Watt anfallen. Es handelt sich also um eine ganz einfache Berechnung.

Lassen Sie sich jedoch nicht von der Maßeinheit K in der Formel irritieren. Diese steht für Kelvin. Die Maßeinheit wird in der Physik verwendet. Die Gradeinteilung ist genauso wie bei Celsius. Allerdings liegt der Nullpunkt von Kelvin bei der absoluten Tiefsttemperatur von minus 273,5 Grad Celsius.

Wie hoch fallen die Förderungen für Dachsanierungen aus?

Da es unterschiedliche Förderprogramme gibt, kann nicht pauschal vorausgesagt werden, wie hoch die staatlichen Förderungen anfallen. Sie hängen davon ab, welche Maßnahmen getroffen werden. Im Bereich der Dachsanierung wird zwischen den folgenden Baumaßnahmen unterschieden:

  • Dach neu eindecken
  • Dach neu decken und dämmen
  • Dachausbau und Dämmung

Wird das Dach lediglich neu eingedeckt, gibt es überhaupt keine staatlichen Zuschüsse. Erfolgt jedoch eine zusätzliche oder eine deutlich verbesserte Dämmung, stehen Fördermittel bereit. Die höchsten Zuschüsse für eine Dachsanierung werden gewährt, wenn im Dachgeschoss zusätzlicher Wohnraum geschaffen wird und dieser dann auch perfekt gedämmt ist.

In vielen Fällen lohnt es sich für den Hausbesitzer, mehrere Sanierungsmaßnahmen zu kombinieren. Grundsätzlich kann gesagt werden, dass die Förderleistungen vom jeweiligen Umfang der energetischen Sanierungsmaßnahmen abhängen. Dafür gibt es auch einige Gründe. Wird nur das Dach saniert und gedämmt, verringert sich der Energieverbrauch nicht nachhaltig, wenn die restliche Gebäudesubstanz zu wünschen übrig lässt. Gelangt die Heizungswärme erst gar nicht bis zum Dach, weil sie schon aus undichten Fenstern entweicht, dann nützt die Dachsanierung nicht viel. Dabei handelt es sich allerdings um ein etwas übertriebenes Beispiel. Es dient nur der Veranschaulichung. Idealerweise wird immer eine komplexe Sanierungsmaßnahme durchgeführt, die dann auch zu einer deutlich spürbaren Verringerung des Energieverbrauchs führt.

Beratung & Förderung in Anspruch nehmen

Jeder Hauseigentümer, der energetische Sanierungen am Dach oder an anderen Gebäudekomponenten durchführen möchte, sollte sich zunächst einen Energieberater suchen. Der Berater kann sehr genau ermitteln, wie hoch die Einsparmöglichkeiten durch die geplanten Maßnahmen ausfallen werden. Dazu muss er zunächst den aktuellen Energieverbrauch ermitteln. Anschließend berechnet er, welche Baumaßnahmen die gewünschten Einsparungen bieten. Das ist sehr wichtig, um überhaupt Anträge auf Förderungen zu stellen, die eine Chance auf Erfolg haben.

In den meisten Fällen unterbreitet der Energieberater auch Vorschläge, wie verschiedene Sanierungsmaßnahmen kombiniert und optimiert werden können. Manchmal machen schon kleinere zusätzliche Arbeiten eine Menge aus. Das bedeutet in der Praxis, dass in einigen Fällen ein geringer Mehraufwand zu einer deutlich höheren Förderung führen kann.

In den meisten Fällen unterbreitet der Energieberater auch Vorschläge, wie verschiedene Sanierungsmaßnahmen kombiniert und optimiert werden können. Manchmal machen schon kleinere zusätzliche Arbeiten eine Menge aus. Das bedeutet in der Praxis, dass in einigen Fällen ein geringer Mehraufwand zu einer deutlich höheren Förderung führen kann.

Für jede geplante energetische Dachsanierung sollte deshalb auf jeden Fall die Beratung & Förderung von einem geschulten Fachmann durchgeführt werden. Nur dann ist die Chance groß, dass auch tatsächlich die erwünschten Fördermittel fließen.

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